Leseprobe - Kapana, im Labyrinth


 

Johann Lippet, Kapana, im Labyrinth

 

 Ich stosse auf die Fußgängerzone. Ein schicker Laden reiht sich an den anderen. Die Fassaden der Gebäude darüber bröckeln, an einigen werden Sanierungsarbeiten durchgeführt. Ich biege in eine Seitengasse ein. Nach ein paar Metern Vorstadt. Wie in den Seitenstraßen um das Stadtzentrum von Temeswar, sage ich mir, nehme mir aber im gleichen Moment vor, diese Vergleiche zu unterlassen.

 Die Läden sind nur ein paar Quadratmeter groß, allerlei wird angeboten. Die Händler stehen in den Türen oder sitzen auf Stühlen davor, unterhalten sich mit den Vorübergehenden, man kennt sich. Jedem würde auffallen, daß hier andere Leute, ältere  und ärmlich gekleidete unterwegs sind als in der Fußgängerzone. Durch enge abschüssige Gassen, in denen jeder Fleck bebaut ist, kehre ich über eine Straße zum Blauen Haus zurück. Ich setze mich auf die Böschung und warte auf Maria. Die herabgefallenen Früchte des Feigenbaumes über mir sind zertreten, es riecht süß-säuerlich.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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