Leseprobe AmeiundMari


Johann Lippet

 

 

Glück im Unglück (I)

         

Als sich das Gerücht, bei den Kornibes sei was Kleines unterwegs, bestätigt, herrscht unter den Frauen von W. helle Aufregung. Allein schon das Alter, neunundzwanzig, von Veronika Kornibe, Kornibe Vroni genannt, ist nichts Alltägliches, aber vor allem, daß sie erst nach sechs Jahren Ehe, als niemand mehr damit gerechnet hat, ein Kind erwartet, macht die Nachricht zur Sensation. Bei dem Getratsche spielt der fast gleichaltrige Franz Kornibe, Kornibe Franz genannt, überhaupt keine Rolle. Es werde ein Frühjahrskind, soll er gesagt haben. Ein spätes Kind, heißt es im Dorf.          Als die Hebamme Franziska Schirokmann, Fränzi néni genannt, am 9. März 1928 Vroni  nach einer schweren Geburt von einem Mädchen entbindet, dem kümmerlichen Kind kaum eine Überlebenschance einräumt, es deshalb auf den Namen Maria Theresia nottauft, das Neugeborene dennoch überlebt, spricht man in W. von einem Wunder. In der Sonntagsmesse, zwei Tage nach der Geburt, bezeichnet der Pfarrer das Überleben des Kindes als ein Zeichen der Gnade Gottes und bestätigt die Nottaufe. Maria Theresia, wie die ehemalige Kaiserin? Nur wenige glauben an Absicht. Da Zweitnamen bei einer Taufe üblich sind, zerbricht man sich darüber nicht weiter den Kopf, denn es steht sowieso fest, wie die Kleine fortan gerufen werden wird: Mari.

Als drei Jahre darauf das Gerücht aufkommt, die Vroni sei wieder in anderen Umständen, fragt man sich im Dorf, ob die Kornibes jetzt partout auch noch einen Stammhalter wollten. Denjenigen unter den Frauen, die an einer Schwangerschaft der Vroni zweifeln, wird entgegengehalten, man habe sie morgens am Misthaufen erbrechen sehen, ein sichereres Zeichen als das gebe es doch nicht. Die Männer halten sich aus dem Kompetenzstreit heraus, reißen ihre Witze: Jetzt wüßten sie ja, wie es gehe. Alle im Dorf aber halten den Atem an, als die Vroni eine Fehlgeburt erleidet. Die Hebamme beerdigt das in ein schwarzes Tuch gehüllte blutdurchtränkte Leintuch mit dem Fötus in der dafür bestimmten Ecke des Friedhofs, macht noch am selben Tag dem Pfarrer in G., der auch W. als Seelsorger betreut, Mitteilung, und vertraut nur noch dessen Köchin an, daß es ein Bub geworden wäre. Obwohl die Köchin versprochen hat, Stillschweigen zu bewahren, weiß man es schon am nächsten Tag im Dorf. Wem die Ratsche das Geheimnis anvertraut hat, kann die wütende Fränzi nèni nicht herauskriegen. Das und alles andere spielt auch keine Rolle mehr, als die Vroni einen Tag darauf stirbt. Am Begräbnis nimmt das ganze Dorf teil, selbst mitten im Schnitt hätte an dem Nachmittag die Arbeit auf dem Feld geruht. Wieso ein Mensch auch dermaßen vom Schicksal geschlagen werden könne, fragt man sich nach dem Begräbnis, als die Lebensbilanz des  Kornibe Franz gezogen wird.

Er wächst seit seinem fünften Lebensjahr bei seinen Großeltern väterlicherseits auf, hat an seine Eltern keine Erinnerung. Die gehören 1902 zu den ersten aus dem Banat, die nach Amerika gehen, um Geld für den Zukauf von Feld zu verdienen. Ihre Eltern haben sie nur schweren Herzens ziehen lassen, sind es doch die ihnen einzig verbliebenen Kinder, die anderen bei der Geburt, im Säuglings- oder frühen Kindesalter verstorben. Als nach vier Jahren, schon viele Familien sind in der Zwischenzeit nach Amerika, um Geld zu verdienen, keine Briefe mehr eintreffen, in denen man den Eltern stets mitgeteilt hat, man sei gesund, arbeite fleißig, gehen die zum Pfarrer, um sich einen Brief aufsetzen zu lassen, in dem die wichtigste Frage lautet: Wann kommt ihr wieder heim? Dieser einzige Brief der Eltern nach Amerika bleibt unbeantwortet. Und weil aus anderen Dörfern solche Fälle ebenfalls bekannt geworden sind, haben die Großeltern des Franz sich damit abfinden müssen, daß auch ihre Kinder zu den Rabeneltern gehören. Bis ins jugendliche Alter lassen die Großeltern ihren Enkelsohn glauben, seine Eltern wären in Amerika verstorben, erst als ihm Gerüchte zu Ohren kommen, können sie ihm die bittere Wahrheit nicht weiter verheimlichen.

Schon früh muß der Enkel mit anpacken, wird zum Stolz seiner Großeltern ein kräftiger Bursche. Die begraben schließlich ihre Differenzen, wem er eigentlich gehöre, tun sich in den unsicheren Zeiten mit Ausbruch des I. Weltkrieges zusammen, bewirtschaften die 16 Joch Feld gemeinsam mit dem Enkel, der als Vollwaise vom Militärdienst verschont bleibt. In den noch unsicheren Zeiten nach Ende des Krieges, als das Gebiet der ehemaligen k.u.k. Monarchie aufgeteilt wird, dieser Teil des Banats an Rumänien fällt, übermachen die Großeltern ihrem Enkel, nachdem nicht mehr zu befürchten ist, daß er nun in Rumänien hätte Militärdienst leisten müssen, ihren Besitz, um dem einzigen Nachfahren ein gefestigtes Erbe zu hinterlassen. Und sie hoffen, daß er es durch Heirat wird vermehren können.

In Hinblick darauf kommt es zwischen den Großeltern, die beide kleine Anwesen besitzen, die Häuser noch mit Schilfrohr gedeckt, zu einer noch außergewöhnlicheren Einigung, einmalig bis dahin im Dorf. Mit dem gemeinsam Ersparten und dem Erlös vom Verkauf von Haus und Garten der Großeltern väterlicherseits wird ein größeres Anwesen gekauft, das Haus, mit Ziegeln gedeckt, besteht aus drei Zimmern, unterkellerter Küche, dem sich daran anschließenden Stall.  Ein schöner Mann und ein schönes Haus, heißt es im Dorf, doch die Versuche der Heiratsvermittlung mit einer Bauerntochter aus dem Dorf oder mit einer aus den Nachbardörfern bleiben erfolglos. Die Großeltern nehmen schließlich, da es schon höchste Zeit ist, mit der ältesten Tochter des Kleinbauern und Korbmachers Adam Haberkorn aus K., ebenfalls schon fast vierundzwanzig, vorlieb und machen mit deren Eltern die Heirat aus, obwohl sie, wie in W. gemunkelt wird, die jüngere Tochter bevorzugt hätten, wäre die nicht mit einem Schmiedegesellen durchgebrannt.

Der erste Besuch des zukünftigen Bräutigams bei seiner Auserwählten ist nur noch eine reine Formsache, als der an einem Sonntagnachmittag, die Großeltern väterlicherseits zur Seite, zweispännig mit dem kurzen Leiterwagen nach K. auf Brautschau fährt. Nach einem Glas Wein, für die Frauen gibt es Krapfen, sind die Hemmungen überwunden, die beiden Parteien, Eltern und Großeltern, erleichtert, da die zwei für einander Bestimmten anscheinend Gefallen aneinander gefunden haben. Schon am nächsten Sonntagnachmittag fährt der Franz, ohne dazu aufgefordert werden zu müssen, zu seiner Auserwählten, und weil er daraufhin jede sich bietende Möglichkeit nutzt, um sie zu besuchen, manchmal erst in den Morgenstunden nach Hause kommt, sind die Großeltern überzeugt, daß den beiden die Liebe eingeschossen ist.

Ganz zufrieden wären sie nach der Hochzeit im Kreise der Familie gewesen, hätte sich doch endlich ein Urenkel angemeldet. Diesen Kummer nehmen die Großeltern väterlicherseits und der Großvater mütterlicherseits mit ins Grab.  Als die Großmutter mütterlicherseits nach Verkauf ihres Hauses mit Garten zum Enkel zieht, ist die Vroni schon schwanger, doch ihr Wunsch, die Geburt ihres Urenkels noch zu erleben, erfüllt sich nicht. Mit der Geburt des Kindes geht für den Franz und die Vroni eine bereits aufgegebene Hoffnung in Erfüllung, daß es kein Junge ist, spielt deshalb keine Rolle. Vom Verkaufserlös des Hauses mit Garten der Großeltern mütterlicherseits hätte man noch etwas Feld kaufen können, doch der Franz will keine schlaflosen Nächte haben und tilgt seine Schulden, der Rest des Geldes wird ins Haus gesteckt: Bretterfußböden in die drei Zimmer, frischer Putz. Auf dem Gassengiebel ist nun in Mörtel geformt zu lesen: Franz und Veronika Kornibe 1930. Und mit dem neuen Haus stehen sie den meisten im Dorf, nur wenige haben ein stattlicheres, in nichts mehr nach.

Die Leute bemitleiden den Franz. Jetzt stehe der Mann mit dem Kind mutterseelenallein da, wie grausam das Leben doch sein könne. Es bleibe ihm gar nichts anderes übrig, als die kleine Mari der Schwiegermutter zu geben, ein Mann ohne Weib im Haus sei doch kein Zustand, heißt es im Dorf, zugleich aber auch,  er denke gar nicht daran, er wolle seinem Kind ein Schicksal wie das seine ersparen, soll er gesagt haben, und die Frauen ergehen sich in Überlegungen Eine Magd einstellen, die sich um den Haushalt und die Kleine gekümmert, ihm vor allem aber bei der Arbeit auf dem Feld geholfen hätte, wäre eine vorläufige Lösung gewesen, doch woher eine nehmen mitten im Jahr, Mägde und Knechte könnten sich doch erst ab Mariä Lichtmeß wieder verdingen. Eine unverheiratet Gebliebene aus dem Dorf in seinem Alter wäre die Richtige gewesen, notfalls eine Witwe mit Kindern, doch woher. Mit einem jungen Trutschel hätte er sich doch lächerlich gemacht. Und welche Eltern wären einverstanden gewesen, ihre junge Tochter mit einem Witwer zu verheiraten, dessen Kind sie hätte großziehen müssen? Eigene hätte sie bestimmt auch haben wollen. Bleibe nur noch, sich ein gestandenes Weib aus einem anderen Dorf zu suchen, meint man letztendlich. Doch das brauche seine Zeit, und eine kirchliche Trauung käme dann auch erst in Frage, wenn das Trauerjahr vorüber wäre, muß man einsehen.

Gerede, alles für die Katz, ihr Nachbar brauche jetzt jemanden, der sich um ihn kümmere, das könne man ja nicht mehr anschauen, soll die alte Raszkopf gesagt haben, die um einen flotten Spruch nie verlegen ist und im Dorf als eigenartig gilt. Sie lebt seit dem Tod ihres Mannes allein in ihrem bescheidenen Haus, hat sich geweigert, zum Schwiegersohn, dem Laub Thomas, zu ziehen, obwohl nach dem Tod von dessen Eltern genug Platz im Haus gewesen wäre. Denen trägt sie über deren Tod hinaus nach, daß es ihnen lieber gewesen wäre, wenn der Thomas ihre Tochter, die Eva, nicht geheiratet hätte. Sie kümmert sich aber um die zwei Enkelkinder, die Kathi und den Josef, geboren innerhalb von zwei Jahren, weshalb die Alte zu sagen pflegt: Wie die Orgelpfeifen.

Die Frauen im Dorf tun die empörte Äußerung der alten Raszkopf ihrerseits als Gerede ab, meinen, lange könnten sich die Alte und die Eva doch auch nicht mehr um den Franz und die Kleine kümmern. Als dann aber bekannt wird, daß die alte Raszkopf dem Franz den Vorschlag gemacht hat, tagsüber die Kleine zu sich zu nehmen, auf ein Kind mehr aufpassen, wäre doch nicht die Welt, für die zwei zu waschen, für sie mitzukochen, einen Laib Brot mitzubacken, staunt man nicht schlecht. Der Franz, heißt es, hätte der Alten angeboten, sie zu bezahlen, die hätte das kategorisch abgelehnt, sie wäre doch keine Magd, soll sie gesagt haben, wäre aber mit einem Lohn in Mehl und Kukuruz einverstanden gewesen, hinzu komme, daß er die Männerarbeit bei ihr übernehme.  

Der Franz kann sein Glück nicht fassen. Ob er mit ihrer Hilfe auch nach dem kleinen Requiem in sechs Wochen würde rechnen können, hat er sie nicht zu fragen gewagt. Würde er bis dahin eine Frau finden, die bereit wäre, zu ihm zu ziehen, auch wenn der Pfarrer ihm trotz seiner Notlage keinen Dispens erteilen würde, sie erst nach dem großen Requiem in einem Jahr heiraten könnten? Dem Drängen der Schwiegereltern aber werde er, komme, was wolle, nicht nachgeben, das steht für ihn fest. Als sein Schwager zwei Wochen nach dem Begräbnis zu Fuß bei ihm erscheint, ahnt er, daß die Schwiegerleute ihn geschickt haben. Er hätte ihn am liebsten nicht ins Haus gebeten, denn in seinen Augen ist der ein Nichtsnutz, er tut es aber der Verstorbenen Vroni zuliebe, die ihm, Bruder bleibt Bruder, alles verziehen hat.

Doch in ihm kommt alles wieder hoch: sie würde nie einen Mann kriegen, soll der Saukerl zur Vroni gesagt haben, sie hat ihn dann doch beim Pfarrer als Pate der Mari eintragen lassen, das Mädel, mit dem er damals gegangen ist, als Godl, der Unmensch hat sie dann sitzen lassen, die sich aus Verzweiflung das Leben genommen, und hätte er den Alten nicht ständig in den Ohren gelegen, sich die Heirat von Vronis Schwester gut zu überlegen, wäre die mit dem Schmiedegesellen nicht durchgegangen, bis heute weiß niemand wohin. Als ob er hier daheim wäre, ärgert er sich, da sein Schwager, ohne zu warten, daß er ihm einen Platz angeboten hätte, sich wie selbstverständlich an den Küchentisch setzt. Um ihm seine Abneigung zu verdeutlichen, setzt er sich weit weg von ihm, ans obere Ende des Küchentisches. Wie sich herausstellt, wissen die Schwiegerleute, daß er die Kleine in Obhut gegeben hat. Er fragt nicht, von wem oder wie sie es erfahren hätten. Sie wären deswegen sehr traurig, teilt ihm der Schwager in ihrem Namen mit, meint, es wäre schon bitter, das Enkelkind in fremden Händen zu wissen und sich gegen das Gerede der Leute verteidigen zu müssen.

Die Mari sei nicht in fremden Händen, sondern in guten, seine Nachbarin sei eine zuverlässige Person, das Gerede der Leute interessiere ihn nicht, weist er seinen Schwager zurecht. Aber die Alte profitiere doch davon, was er ihr denn bezahle, läßt der nicht locker. Das gehe niemanden was an, ihn schon gar nicht, fährt er ihn an. Wenn er sein Geld fremden Leuten in den Rache stecke wolle, seine Sache, aber eines Tages werde ihre Familie so oder so was erben, meint der Schwager. Ob er überhaupt keine Schande im Leib habe, brüllt der Franz, stürzt auf seinen Schwager zu, doch der kann noch rechtzeitig durch die offen stehende Küchentür entwischen, er rennt ihm laut fluchend hinterher, gibt aber, auf der Gasse angelangt, wutschnaubend auf, weil er ihn nicht mehr hätte erwischen können.

Sollte sich jemals wieder einer aus seiner Sippschaft unterstehen, herzukommen, könnte der was erleben, auch beim Requiem wolle er niemanden von ihnen hier in der Kirche sehen, sie alle seien ab heute für ihn gestorben, schreit er dem Flüchtenden nach. Was denn passiert sei, fragt die alte Raszkopf, die auf der Gasse erschienen ist, verwundert und kommt auf ihn zu. Die Scheinheiligen hätten es auf die Mari und die Erbschaft abgesehen, sollte sich jemals wieder einer von denen trauen, herzukommen, schrecke er vor nichts zurück, setzt er die Alte außer sich vor Wut ins Bild. Das wäre dem Dreckskerl bestimmt allein nicht eingefallen, da steckten die Alten dahinter, schimpft die alte Raszkopf. Da habe sie vollkommen recht, stimmt er ihr zu. Jetzt könne sie es ihm ja sagen, seine Schwiegerleute wären ihr schon immer komisch vorgekommen, ganz anders als die Vroni, Gott hab sie selig, ein so guter Mensch, wie ein Stück Brot, meint sie.

Er seufzt tief, sie faßt ihn zu seiner Verwunderung am Arm, meint, das Leben müsse weiter gehen und wegen der Mari müsse er sich keine Sorgen machen, sie kümmere sich so lange wie nötig um sie. Wenn sie wüßte, wie dankbar er ihr sei, auch für damals, als sie die Kleine beim Tod der Vroni zu sich genommen habe, meint er mit erstickter Stimme. Sie habe ihnen doch gesagt, drinnen zu bleiben, schimpft die alte Raszkopf die Kinder, die in knielangen Hemdchen und barfuß auf der Gasse erscheinen, doch die lassen sich von ihrer Mahnung nicht abhalten, trippeln heran, und alle drei halten sich, bei ihr angelangt, an ihrem Rock fest. Er bückt sich nach seiner Tochter, doch bevor er sie auf den Arm nehmen kann, wischt die alte Raszkopf ihr mit dem Zipfel ihrer Schürze noch rasch die Nase. Nachdem er sie geherzt hat, zieht die Mari eine Schnute, heult drauf los, er setzt sie erschrocken ab, sie klammert sich wieder, Daumen lutschend, an den Rock der Alten. Die wischt ihr mit dem Handrücken die Tränen von den Wangen, meint, er solle nicht viel darauf geben, Kinder wären eben manchmal launisch. Zu Fremden würde sie bestimmt nicht gehen, das sei schon mal beruhigend, meint  er. Wie er das meine, fragt sie. Wenn die Schwiegerleute..., beginnt er im Flüsterton.

Sie sollten wieder ins Haus  gehen, in der Küche auf sie warten, sie komme gleich, fordert die Alte die Kinder auf, dann kriegten sie Schmalzbrot, verspricht sie ihnen. Die rennen jubelnd los, die Kathi die Mari an der Hand mitziehend und nach dem Josef rufend, der vorausgeeilt ist. Die alte Raszkopf schaut ihnen lächelnd nach, der Franz meint, die Sorgen müßte man haben. Was er denn habe sagen wollen, fragt sie. Er  bitte sie, in der nächsten Zeit besonders gut auf die Mari aufzupassen, seine Schwiegerleute würden bestimmt so leicht nicht aufgeben, könnten auskundschaften, wann er den ganzen Tag auf dem Feld sei, um die Kleine zu stehlen. Wo er denn hin denke, meint sie entsetzt. Denen traue er alles zu, meint er.

Die Kleine hänge ihr ja fast den ganzen Tag am Rockzipfel, wenn sie aber auf die Gasse gehe, dann nur mit der Kathi, versichert sie ihm, sollten diese Unmenschen sich dennoch trauen, in ihren Hof zu kommen, hätten sie mit ihr zu rechnen, sie habe keine Angst, nicht einmal vor dem Teufel, gibt sie sich kämpferisch, und da wären ja auch die Leute aus dem Dorf, die Kinderräuber würden bestimmt nicht weit kommen, beruhigt sie ihn.

 

 

           

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